Hermann Schulze - Delitzsch [ Zurück ]
Der Begründer der Genossenschaften und Mitbegründer der Volks- und Raiffeisenbanken

Hier wohnte Hermann Schulze-DelitzschHermann Schulze wurde 1808 als Sohn des Bürgermeisters und Justizrates, August Wilhelm Schulze, am 29. August  in  Delitzsch, im Haus am Markt 11 geboren. Später zog die Familie in die Schulstraße 11. Den ersten Privatunterricht erhielt Hermann durch den bekannten Stadtchronisten Johann Gottlieb Lehmann. Ab dem 13. Lebensjahr wurde er auf der Nikolaischule in Leipzig ausgebildet.

Anschließend studierte er Jura in Leipzig und später in Halle. Bis zum Jahr 1835 absolvierte er noch zwei weitere Jura-Examen in Naumburg sowie einen einjährigen Militärdienst in Torgau.

Die schwere Erkrankung seine Vaters rief ihn in seine Heimat zurück. Hier übernahm er dessen ausgedehnte Patrimonialrichter-Praxis in Glesien, Kölsa, Lemsel, Zschortau, Löbnitz und Roitzsch. Die Patrimonialgerichte übten bis zu Ihrer Auflösung1848/49 die Justiz in den Rittergutsbezirken aus. Aus dieser praxisverbundenen Tätigkeit erheilt Schulze Anregungen für seine Arbeit auf genossenschaftlichem Gebiet.

1840 wurde Schulze erneut nach Delitzsch gerufen zurückgerufen, um die Stelle des erkrankten Patrimoonialrichters Hildebrand zu übernehmen. Bis zur Auflösung der Gerichte mit der Revolution 1848/49 behielt er diese Stelle. Durch vielseitige Aktivitäten im Heimatkreis beeinflußte Schulze das kulturelle und soziale Leben seiner Vaterstadt. Unter seiner Leitung enstand Anfang der vierziger Jahre ein Sängerverein, der sich seit 1846 "Liedertafel für Männergesang" nannte. Bei der Entstehung des ersten Turnvereins der Stadt im Jahre 1845 gehörte Schulze zu dessen Mitbegründern.

Seine Lebendaten

Zurück

Sein Wohnhaus