Christian Gottfried Ehrenberg [ Zurück ]
Mitbegründer der Mikrobiologie

Am 19. April 1795 wurde Christian Gottfried Ehrenberg in Delitzsch geboren. Das Haus, in dem er geboren wurde, steht heute immer noch in der Nähe des Halleschen Turmes. In diesem Gebäude befinden sich heute Räume der Kreis-Hygiene-Inspektion. Sein Vater konnte, bedingt durch wirtschaftliche Gründe, nicht studieren, arbeitete sich trotzdem von der Stadtverwaltung hoch bis zum Stadtrichter. In dieser Stellung genoß er das Ansehen seiner Umgebung. Mit dem 13. Lebensjahr verlor Gottfried seine Mutter, die von allen als besondere Frau bezeichnet, an der Ruhr starb.

Unterrichtet wurde er auf der Lateinschule in Delitzsch. Seinen Wissensdurst stillte er, wie aus Teilen seines Nachlaßes hervorging, durch ein latainisches Lexikon und vier Bände eines geografischen, illustrierten Wörterbuches im Selbststudium. Schon früh begann er sich mit der Tier- und Pflanzenwelt seiner Heimat zu beschäftigen. Sehr oft ging Gottfried auf die "Pirsch" nach nach heimischen Tieren und Pflanzen in den Erlenauen des Loberbaches. Aufgrund seiner sehr guten schulischen Leistungen kam er mit vierzehn Jahren nach Schulpforta. Dies war ein "Fürsten- und Klosterschule" bei Naumburg, an der im Laufe der Jahrzehnte viele bedeutende Wissenschaftler und Dichter die Schulbank drückten. Möglich war der Besuch dieses Internates durch das Bestehen der Aufnahmenprüfung mit "gut" und der Erhalt einer der 3 freien Stellen für Delitzsch. Nach 5 Jahren endete die Schulzeit in Schulpforta mit einer Abschlußjahresarbeit. Nun war es soweit das Studienfach zu wählen. Auf Drängen seines Vaters hin begann er schließlich ein Theologiestudium in Leipzig. Obwohl ihm diese Richtung widerstrebte, absolvierte er das Studium und schloß es mit einer Predigt in der Kirche zu Leipzig-Eutritzsch und wechselte danach das Fach. (Auszug aus dem Buch Christian Gottfried Ehernberg 1795-1876)

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